Freitag, 21. Februar 2020

Meine 3 Probleme

Hallo da draußen!

Und da waren sie wieder meine drei Probleme:
der Alltag, Fatigue und das ich das alles blöd finde

Wenn man von der Reha kommt sieht man erholt aus, fühlt man sich besser und hat sich im Idealfall auch einiges für den Alltag mit- und vorgenommen.

Ja erholt sehe ich wohl aus, sagen zumindest alle um mich rum.
Zum Vergleich
Rehaantritt

Rehaende 
Ich weiß ja nicht. Sieht man da was????

Ich fühle mich wirklich erholt, die Heimfahrt war nicht so anstrengend wie die Anreise, ich hab meine Lieblingsmusik mit geträllert und hab mich echt auf zu Hause und meine Familie und Freunde gefreut.
Der Mittwoch lief auch noch ganz gut, alles ausgepackt, schon was gewaschen und am Nachmittag hab ich’s mir gemütlich gemacht, weil draußen doofes Wetter war.

Gestern hatte ich Termin bei meiner Frauenärztin wegen Krankschreibung und Rezepten und diversen Fragen.
Natürlich hab ich vorher zu Hause schon im Haushalt hantiert.
Mir fehlt übrigens der Speisesaal oder wenigstens das Buffet!

Der Termin war schon irgendwie anstrengend.
Ich hatte etliche Fragen, es gab ne Blutentnahme wegen meinem Vitamin D Spiegel und ein paar Tips gegen die hübschen Hitzewallungen.
Natürlich mußte ich erklären was die Klinik für die Zukunft empfiehlt und war ganz fix dabei mich wegen meinem Arm zu rechtfertigen.
Ja es gibt heutzutage alles in handouts (früher hieß es mal Kopie oder Handzettel), aber die Prüfungen für Lehrgänge und Ausbildungen haben in der Regel einen schriftlichen Anteil und wie Bitteschön soll ich das machen, wenn ich nur 10 min schreiben kann?

Die langfristige Verordnung für Lymphdrainage konnte man mir nicht ausstellen, weil man noch nie was davon gehört hat.
Falls ihr das suchen solltet, es nennt sich langfristiger Heilmittelbedarf und vom Lymphnetz-Konstanz.de wird diese Ausfüllhilfe zur Verfügung gestellt.
Damit ist es möglich 30-50 Lymphdrainagen zu rezeptieren ohne Belastung des Budgets.
Ich denke damit ist sowohl Patienten als auch Ärzten geholfen, man muss es nur wissen.

Im Anschluss war ich noch in meiner alten Praxis und alle haben sich gefreut das ich wieder zurück bin und ich freu mich schon auf ein Frühstück demnächst mit allen zusammen. Es ist wie nach Hause kommen obwohl ich jetzt schon über anderthalb Jahre nicht mehr arbeiten kann.

Am Nachmittag war ich mit meinen Eltern einkaufen und dann hat mein Fatigue gnadenlos zugeschlagen.
So ab 17 Uhr ging gar nix mehr.
Ich lag auf der Couch und hab geschlafen, bin abends ins Bett gewechselt und hab bis heute morgen durchgeschlafen und nachdem wir unseren Einkauf erledigt und zu Mittag gegessen hatten, hab ich mich wieder hin gelegt.

Und genau das ist der Punkt an dem ich nicht klar komme, an dem die Reha und das ganze schöne Olympia Training nix ändern konnte.
Ich habe mit Frau Klipp heraus gearbeitet, das ich meine Grenzen finden und vor allem niedriger stecken muss, das ich gut bin in dem was ich tue und in dem wie viel ich tue, das ich gut für mich sorgen muss und das das kein riesengroßer Aufwand ist.
Und dann bekomme ich nach nicht mal einem vollen Tag im gewohnten Umfeld den Stecker gezogen.
Und Zack Zustände wie vor der Reha.
So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Wie ist es euch da draußen ergangen vor und nach einer Reha?
Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

Ich lass mir jetzt ein Bad ein und sorge gut für mich!

Bis morgen oder bald!

Eure Anett



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