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Montag, 17. Februar 2020

Reha Tag 27

Hallo da draußen!


Nun sind sie angebrochen die letzten Rehatage.

Heute war Reisekosten Abrechnung, es gab tatsächlich 64€ Erstattung.

Chefarzt Visite nochmals bei mir im Zimmer.
Nun ja eigentlich keine besonderen Neuigkeiten.
Mein Lymphoedem fand die Reise schön, hat sich bestimmt auch über die Behandlungen und den Sport gefreut, aber es ist unverändert da und wird es auch bleiben.
Macht natürlich eine weitere berufliche Laufbahn schwierig, aber das sehen wir jetzt was die Behörden so entscheiden.
Mein Fall wurde heute noch mal im Team besprochen und dann werd ich lesen, zu welcher Formulierung man sich durchringen konnte.
Für Brustkrebs gibt’s keine Rente, für ein Lymphoedem eigentlich auch nicht, aber ich bin ja stark eingeschränkt und hab noch dazu Depressionen und Fatigue und da kann das wirklich nur individuell betrachtet und entschieden werden.
Unikat sag ich doch!


Ähnliches ergab das Entlassungsgespräch.
Ich wirke momentan müde, bin ich auch.
Meine körperliche Fitness hab ich verbessert, Konzentration und Stimmung sind wechselhaft.
Über eine Thoraxbandage müssen wir wirklich nachdenken, definitiv für den Sommer.
Und ab Ende August bis spätestens 24.9. kann ich meine zweite Reha beantragen.
Heißt ich fahr dieses Jahr noch mal hier her. Dann aber hauptsächlich wegen dem Lymphoedem.
Ja dann gab’s noch Empfehlungen für Rehasport, Wassergymnastik und Schwimmen für zu Hause und das ich meine Psychotherapie aufnehmen soll.
Und damit bin ich als arbeitsunfähig entlassen.

Apropos Unikat!
Ich hab mir heute eins geleistet in Form eines Ringes.
So ein Modell such ich schon länger.

Wurde heute hier von Frau Schuppe von mein Farbenspiel verkauft.
Man findet sie auf verschiedenen Kunsthandwerker Märkten, auf Facebook und halt ab und an hier in der Klinik.
Der Ring ist übrigens verstellbar, falls die Finger mal anschwellen.

Heute Nachmittag war dann doch noch Training für Olympia.
Entstauungsgymnastik mit Reifen und später hab ich noch 20 Bahnen Brustschwimmen und 8 Bahnen kraulen absolviert. Letzteres muss ich aber noch üben, aber ich soll ja zu Hause schwimmen gehen.

Inzwischen hab ich den ersten Koffer gepackt, morgen verstaue ich schon mal einiges im Auto und dann steigt unsere Abschiedsfeier.

Bis morgen dann.

Eure Anett

Sonntag, 16. Februar 2020

Reha Tag 26

Hallo da draußen!


Heute trainieren wir Kalorien vernichten!

Man nehme einen Sonntag in der Reha.
Gemütlich frühstücken mit Brötchen, Käse, Wurst, Nussnougatcreme und Kaffee.

Dann eine Runde gelaufen, was in etwa 2km entsprach und wirklich eine gemächliche kleine Runde in der Nähe der Klinik war.

Nach dem Mittagessen hab ich Besuch von den Freundinnen bekommen und wir sind zum Café-Restaurant-Pension Waldschlößchen gefahren und haben gerade noch so ein Plätzchen ergattert.
Nachdem man sich irgendwie zwischen den grob geschätzt 15 verschiedenen Torten und Kuchen für ein Stück entschieden hatte, mußte dieses natürlich in Kombination mit Sahne und Kaffee verspachtelt werden.


Es stammt übrigens alles aus eigener Herstellung und ist wirklich ein Geheimtipp.
So geheim, das man sich am besten einen Tisch reservieren sollte!

Da wir nun so viele Kalorien unser eigen nannten, ging es in Bad Tabarz noch mal zum Struwelpeter Park, zur Arenisquelle und zum Lutherbrunnen. Zu den Backofensteinen haben wir es dann nicht mehr geschafft, aber gebackenes hatten wir ja heute auch schon.





Und sogar kuschelbedürftige Saurier haben wir getroffen. Kein Wunder am Vulkanstieg.


Das Abendessen hab ich mit Früchtetee ausgestaltet. Ich bin immer noch sooooo satt sag ich euch.

Mein Schrittzähler sagt jetzt so ziemlich am Tagesende 15908 Schritte.
Auch das kann also Reha sein. Tut

Hab ich euch schon erzählt - Dienstag 7 Uhr ist wiegen angeordnet. 🙈🙈🙈
Da bin ich ja mal gespannt.

Erfolgreich haben wir definitiv Kalorien vernichtet.
Erst vom Kuchen Buffet entfernt und dann gar nicht erst an den Hüften ankommen lassen.

Kommt ihr gut in der neuen Woche an.

Bis morgen!

Eure Anett

Samstag, 15. Februar 2020

Reha Tag 25

Hallo da draußen!

Wochenend und Sonnenschein - heute passt das wieder!



Da wir ja am Wochenende nur unseren freiwilligen Plan haben, nutzten wir das Wetter und sind mit der Waldbahn nach Gotha gefahren.


Die braucht ne gute Stunde für die Strecke und so fährt man ganz entspannt übers Land und kann sich die Gegend besehen.
Parkplatz Suche entfällt damit auch und da die Bahn im halbstündigen Takt fährt, hat man auch keinen Stress mit der Rückfahrt.

In Gotha war ich zuletzt 1990 rum. 
Ehrlich gesagt fehlt mir da relativ viel Erinnerung dazu.
Einiges hab ich aber dann doch wieder erkannt, glaube ich. 🙈







Nach einem Bummel durch die Stadt, haben wir es uns beim Italiener gut gehen lassen.
Der spendierte uns Prosecco. Ob der dachte wir haben gestern zum Valentinstag kein Date gehabt? Na egal, lecker war’s auf alle Fälle.

Leider war das Eiscafé in Tabarz voll, so das wir uns entschieden haben unserer Cafeteria Umsatz zu bescheren.
Und so durfte uns der gute Mann noch Kaffee und Schokoeis mit Eierlikör servieren.


Zum Abendessen hab ich dann ein Salätchen gehabt, denn morgen kommen meine Freundinnen zu Besuch und wir wollen nach Friedrichroda.
Wahrscheinlich muss ich dann abends noch zum Olympia Training.

Ich hoffe ihr hattet auch einen schönen Samstag und konntet die Sonne genießen.


Bis morgen dann!

Eure Anett 

Freitag, 14. Februar 2020

Reha Tag 24

Hallo da draußen!


Hier im Haus ist es komisch ruhig geworden.
Spooky sagte eine Mitpatientin.
Lauter neue Gesichter, durch die Winterferien wechseln die Therapeuten so ziemlich überall durch.
Und durch Abreise trennen sich Grüppchen, die drei Wochen oder mehr gut funktioniert haben und die Zurückgebliebenen treiben hier so durch den Klinikalltag.
Und abends ist es hier einfach ruhiger als sonst, wenn nicht wie gestern der Mann mit der E-Gitarre die Cafeteria rockt.

Nun ja vielleicht kam mir das auch so vor, weil ich heute mal wieder einen müden Tag habe.
Ich durfte mich schon 7:30 Uhr (!!!!!) zur Marnitz Massage aufbetten.
Leute das is ja für jemanden mit Schlafstörungen fast schon Folter. Aber ich war tapfer, hatte mir gestern alles zurecht gelegt und so brauchte es heute Morgen nicht ewig Zeit, um quasi vom Bett auf die Liege zu wechseln.

Anschließend war ich frühstücken, dann fix umziehen für die Wassergymnastik und Sprung ins Wasser.
Ach nee rein springen is ja nicht! Bin brav über die Treppe eingestiegen.
Heute waren noch mal die gelben Pädels dran und da wir so wenige waren, konnte heute leider keine Formation im Wasser gebildet werden.
Schaaaaaaadeeeeeeeee!!!!
Dafür war aber unser Eichhörnchen wieder da.
Es wohnt hier im Klinikgelände, hat Zugang zu einem Vogelfutter Buffet und bekommt jeden Tag von 8-16 Uhr ein tolles Programm in der Schwimmhalle geboten. Und wahrscheinlich denkt es sich jedes mal „für‘s Wasser sind die eher nicht gemacht, aber lustig ist es!“

Glücklicherweise reiste die verschnupfte Frau Klipp heute mit uns auf die Wiese, Strand hätte ich heute irgendwie nicht ertragen.
Auf der Wiese bin aber auch irgendwie nicht angekommen, weil ich permanent das Gefühl hatte immer weiter in einem Sitzsack zu verschwinden und am Ende gucken nur noch die Füße raus.
Neee das will ich nicht! Auch wenn Frau Klipp meinte, das wäre die Schwere gewesen. So schwer will keiner sein und müde war ich obendrein auch wieder.

Nach dem Mittagessen haben wir Diana verabschiedet.
Traurig, sehr traurig.
Aber wir haben ihr ein Krönchen to Go mitgegeben, damit unsere Prinzessin Di immer daran erinnert wird, den Kopf nicht hängen zu lassen.
Letztes Gruppenfoto:
Den Nachmittag hab ich erst mit Mittagsschläfchen und dann in der Cafeteria verbracht.
Vor dem Abendessen waren wir noch schwimmen.
Ich üb jetzt kraulen.  🏊‍♀️
Resultat:
20 Bahnen Brustschwimmen
6 Bahnen gekrault
Kraulen fühlt sich an den Narben besser an, kostet aber momentan ganz schön Kraft und Puste.

Apropos Puste!
Heute Abend die letzte kleine Abschiedsfeier, dann ist gut bis Dienstag.
Da geht einem ja sonst wirklich die Puste aus.

Und jetzt geht’s ins Bett, noch mal autogenes Training üben (3xtäglich!!!) und hoffentlich in erholsamen Schlaf fallen.

Bis morgen dann.

Eure Anett

Donnerstag, 13. Februar 2020

Reha Tag 23

Hallo da draußen!



Nun geht’s langsam los.
„Sind Sie heute das letzte Mal hier?“ wird man jetzt gefragt, weil dann wird man aus der ein oder anderen Runde verabschiedet.
Komisch irgendwie.
Es sind tatsächlich die letzten Tage angebrochen.
Jetzt wo man Routine hat, die Schleichwege kennt, Lieblingstherapeuten hat und Wanderwege für sich gefunden hat.
Jetzt wo es aber langsam auch langweilig wird, wo die Käseglocke unter man hier ja doch irgendwie steckt, langsam aber sicher wieder gelüftet werden könnte.
Vier Wochen reichen glaube wirklich aus.

Aber noch habe ich für ein paar Tage einen Plan zu erfüllen.

Heute begann der Tag schon 8 Uhr mit Hirnleistungstraining. Und das nach ner wiedermal kurzen Nacht (nein nicht, weil wir gefeiert haben!).
Die Buchstabenpaare hab ich gut gemeistert, aber meine Ballonfahrer sind heute wieder gnadenlos baden gegangen. Ich hoffe im Indian Summer war das Wasser nicht all zu kalt.
Frau Zettl hat’s mit Fassung vermerkt, das ich als Ballonpilot nicht geeignet bin.

Nach ner zweiten Tasse Kaffee hatte ich ein Date mit Frau Klipp.
Erst Einzelgespräch, dann Gruppengespräch.
Heute wiedermal sehr aufschlussreich, wenn auch nicht unbedingt 100% erfreulich.
Den ollen Horst hab ich ganz gut weg gesteckt.
Das was er zurück gelassen hat, da hab ich arg dran zu knabbern und zu arbeiten.
Überhaupt hab ich ganz schön an mir zu arbeiten.
Dem Wusel müssen die Duracel Batterien ausgebaut werden ehe sie ganz leer sind.
Und ich muss sowohl mit dem doofen Lymphoedem leben (braucht das eigentlich nen Namen???) und auch (hoffentlich nicht langfristig) damit, das ich Fatigue hab.

Das musste ich bei 30min Laufband erst mal nachwirken lassen und verdauen, wobei mein Training für Olympia ja auch kritisch zu betrachten ist. Die Sache mit dem Maß halten. Ihr versteht?

Das Maß hab ich am Nachmittag bei der Lymphdrainage wieder gefunden.
Alle Therapeuten arbeiten mit der gleichen Technik, aber jeder hat so seinen Stil. Und heute hatte das was von Wellness, von Entspannung, ich kann es gar nicht richtig beschreiben.
Ich schätze auch der Melissenduft, der da im Raum alle wahnsinnig entspannt machte, hat sein Übriges dazu getan.
Aber ich soll ja auf mich achten und mich in Selbstfürsorge üben und genau dafür ist das gut.

Frau Holle hatte derweil ihr Kopfkissen wieder gefunden.

Und so haben wir kurzerhand auf den Ausflug nach Walthershausen verzichtet und statt dessen den Nachmittag bei Kaffee, thüringer Mohnkuchen und Biathlon in der Cafeteria verbracht.


Aber es gibt natürlich immer jemanden, der sich über dieses Wetter freut.
Im Rahmen der Kinderbetreuung hier in der Klinik waren dieses Huskys heute zu Besuch.


Sie konnten gestreichelt werden, natürlich wurde auch mit dem Schlitten gefahren und jede Menge Fotos gemacht.
Ich hab sie leider verpasst, aber meine liebe Diana hat mir Fotos zugespielt.

Apropos Diana!
Hier sehen Sie mein Modell mit meinem neuesten Werk.


Ein Half Granny Square Tuch in Schwarz-Grau-Weiß Tönen, das gleich in ihren Besitz zur Erinnerung an unsere gemeinsame Reha übergegangen ist und natürlich zum wärmen.


Sollte jemand Bedarf haben, dieses hier würde 15€ kosten. Je nach Garn kann der Preis auch höher ausfallen. Schreibt mich gerne an.

So und jetzt ist mein Schlafbedarf dran.

Bis morgen dann.

Eure Anett


Mittwoch, 12. Februar 2020

Reha Tag 22

Hallo da draußen!

Ab heute ist alles Zugabe.
Ich gehe in die vierte Woche und damit in die Verlängerung.

Dementsprechend rollte gestern und heute eine doch recht große Ab- und Anreisewelle und wir begrüßen viele neue Gesichter und müssen uns von etlichen netten verabschieden.



Der Tag startete heute winterlich.
Frau Holle hat tatsächlich bemerkt, das sie doch ein bisschen was tun müsste.

Ich bin heute gleich mit Visite gestartet.
Alles okay soweit. Therapieplan bleibt.
Das olle Lymphoedem interessiert sich einen Scheiss für die Therapie, wird aber zumindest nicht schlimmer.
Die Psyche ist mal so und mal so, aber wir arbeiten ja dran.

Leider hab ich das Nordic Walking verpasst, weil ich nicht die Einzige zur Visite war und so hatte ich am Vormittag „nur“ Lymphdrainage, hab Fotos gemacht und meine kränkelnde Zimmernachbarin besucht.



Nach dem Mittagessen gab es einen Vortrag zum Thema Fatigue.
Ehrlich???
Hätte ich mir sparen können!
Erstens war es ein Film, der natürlich auch beim letzten seine Wirkung nach dem Mittagessen nicht verfehlte, entweder es wurde gegen den Schlaf angekämpft oder sich ergeben.
Zweitens kam ich mit den Ausführungen der Psychologin nicht klar.
Es ging um Fatigue!!!!!
Ja okay Atem ist wichtig und mal durchatmen erleichtert sehr oder eine intensive Atemübung kann den Geist beruhigen, aber was bitte hat der Atem mit Fatique zu tun?
Ich halte weder die Luft an, noch kann ich das weg atmen und es liegt auch nicht am inneren Schweinehund, wenn die Fatigue mir plötzlich den Stecker zieht.
Und gebetsmühlenartig Einzelgespräche zu offerieren fand ich auch nicht gerade prickelnd.
Aber okay, vielleicht konnten sich die anderen 6 Teilnehmer (ja 6) was daraus nehmen. Ich jedenfalls nicht!

Nachdem ich zur Wirbelsäulengymnastik war, bin ich nicht dem Kaffeeduft und den Verlockungen der Cafeteria  erlegen, sondern hab mich angezogen und bin raus in das herrliche Winterwetter.
Ganz alleine auf einem Teil des Panorama Rundweges rund um Bad Tabarz.



Am Abend war dann erst Tanzkurs, der ohne unsere Marina und die anderen inzwischen angereisten Mädels nur halb so lustig war. Trotzdem waren irgendwie wieder Frauen weg und Männer vertauscht. Da müssen einfach mal paar echte Männer her, dann klappt das auch!

Anschließend ging es in die Cafeteria zum Kinoabend.
Gezeigt wurde Mamma Mia! Der Film
Ganz lustig und seicht für einen Abend in der Reha, für einen ABBA Fan aber schon hart an der Grenze bei einigen Titeln, die von den Darstellern gesungen wurden.
Mir wäre noch ein Diskoabend mit ABBA sehr viel lieber gewesen.

So ich muss ins Bett - morgen 8 Uhr Hirnleistungstraining!!!!

Bis morgen dann!

Eure Anett



Dienstag, 11. Februar 2020

Reha Tag 21

Hallo da draußen!

Ich habe es gewusst!
Wir trainieren hier doch für Olympia!!!
Heute stand der Tag im Zeichen der Ringe.

Erst mal bekommt Frau Holle ein kleines Lob für diesen Hauch von Winter.




Ich bin heute mit Entstauungsgymnastik gestartet und da schwante mir das mit Olympia.
Erst haben wir auf unseren Höckerchen sitzend mit Therabändern geübt. Schweißtreibend und anstrengend sag ich euch, dabei sieht dieses rote Gummiband recht harmlos aus. Aber die Therapeutin hat uns vollmundig versprochen „das gibt Muckis“.
Zum Ende der Stunde bildeten wir zwei Gruppen, setzten uns in einen Kreis, fädelten unsere Therabänder um einen Gymnastikreif und bewegten diesen mittels Zug am Band nach oben und unten Synchronität natürlich vorausgesetzt.
Leider gibt es wiedermal keine Bildaufnahmen derart verzückender Darbietungen.

In der Wassergymnastik gab’s heute ebenfalls Reifen, die wir vor und über den Körper führten, unter Wasser durchstiegen, um den Körper herum führten und zum Schluss bildeten wir erst auf dem Wasser und dann unter Wasser die olympischen Ringe.
Na was red ich schon seit drei Wochen?
Training für Olympia!!!

Ich hab das auf dem Laufband gleich mal fortgesetzt.
Heute 30min mit durchschnittlich 5km/h, da hab ich dann knapp 2,5km geschafft.
Reicht für heute an sportlicher Betätigung.

Aber man muss ja flexibel bleiben so lange noch nicht klar ist in welcher Disziplin man nun so startet bei Olympia. 😂



Zwischenzeitlich ging dann mal die Welt unter, was mir die Überleitung zur Gruppentherapie schafft.
Die war dann heute weniger witzig, ist sie eigentlich eher selten.
Heute waren wir zu dritt und wie immer gilt, was in den blauen Sesseln besprochen wird, bleibt in den blauen Sesseln. Schweigepflicht!
Nur so viel, weil ich dieses Bild zum Thema Selbstfürsorge so schön finde.

Kennt ihr die Tränenprinzessin?
In jedem von uns wohnt eine wunderschöne Tränenprinzessin und wartet auf ihren großen Auftritt.
Sie ist natürlich herausgeputzt mit langem Haar, Krönchen, einem tollen Glitzerkleid - kurzum mit allem was für einen eine schöne Prinzessin ausmacht.
Wenn sie keinen Auftritt haben kann, dann wird sie mit der Zeit griesgrämig und immer dicker und regelrecht fett und hässlich bis sie platzt. Dann brechen alle Dämme und es bricht aus uns heraus und wir können nicht mehr aufhören zu weinen.
Das will doch keiner, oder?
Also schämt euch eurer Tränen nicht und lasst der Tränenprinzessin ihren Auftritt bitte.


Und weil wir über Selbstfürsorge sprachen, landeten wir auch beim Thema „wie sorge ich für meinen Körper?“
Ja wie mach ich das?
Das muss gar nix großes sein, nicht der tolle Wellnessurlaub, die Fastenkur.
Nein, das geht damit los, das wir unseren Körper pflegen, ihn duschen und cremen zum Beispiel.
Das wir unseren Füßen, die uns durchs Leben tragen und bei der Chemo ganz schön gelitten haben, mal eine Fußpflege gönnen.
Das wir uns Zeit nehmen für ne Tasse Tee, einen Spaziergang oder oder oder.
Alles so Sachen, die man gut im Alltag einbauen kann oder die man gar nicht als Selbstfürsorge betrachtet.
Und dazu muss man nicht erst krank werden Leute!!!

Ich hab das heute Nachmittag genutzt und saß schön in der Bücherecke.

Von einer Mitpatientin gab’s dann noch ne Buchempfehlung „was seichtes“ und so saß ich das lesend und ganz abgetaucht in meinem Wohlfühlmoment.

Apropos Wohlfühlmoment.
Dazu gehört natürlich auch ausreichend Ruhe und Schlaf!


Bis morgen dann.

Eure Anett


Sonntag, 9. Februar 2020

Reha Tag 19

Hallo da draußen!

Na alle noch da oder schon weg geweht?

Hier ist es schon arg stürmisch, aber angeblich noch nicht der Höhepunkt des ganzen.

Der Sonntag begann dabei richtig traumhaft mit einem tollen Sonnenaufgang.


Am aller traumhaftesten war aber, das mein Schatz über Nacht da geblieben war und wir so mal ein bisschen Zeit zusammen hatten.
Eigentlich müssten ja die Partner und Kinder auch ne Reha bekommen, oder?
Die haben uns die ganze Zeit umsorgt und gepflegt und hatten Angst und nen Sack voll Sorgen.
Na ja ich hab uns was schönes für März organisiert als Geburtstagsgeschenk und großes Dankeschön.

Am Vormittag, nachdem Andreas vor dem großen Sturm nach Hause gefahren ist, war ich noch mit den Mädels spazieren.
Fliegen wäre auch ohne Besen 🧹 heute möglich gewesen.
Aber die Sonne hat so gelockt.




Erste Startversuche sind zu erkennen, oder?
Sie sehen hier die Bommelmützen Gang von Bad Tabarz kurz vorm abheben.


Kleines Olympia Training gab’s natürlich auch noch, weil wir ja gestern bisschen faul waren und heute auch noch ne Einladung hatten
30 Bahnen sind es geworden für mich, Diana war zusätzlich noch radeln während ich hier gelesen habe und dem Sturm lauschen konnte.

Denn Nachmittag haben wir bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria verbracht, ich hab auch das zweite Tuch weiter gehäkelt.

Tuch Nummer eins, schon seit einer guten Woche fertig und innerhalb drei Abenden gehäkelt.


Tuch Nummer zwei angefangen vor 3 Tagen, inzwischen schon viel größer, Abschlussfoto folgt.
Beide verschenke ich als Erinnerung an meine Tischdamen.

Am Abend wollte dann noch der Geburtstag von Martina vom Nachbartisch gefeiert werden.
So lass ich mir die Sonntage in der Reha gefallen!

Wir sehen bzw. lesen und morgen wieder.

Passt gut auf euch auf!

Eure Anett