Sonntag, 22. August 2021

7. Etappe Tempelhof - Brandenburger Tor

Letzter Tag, letzte Etappe. Leider!

7 Tage verflogen, sind wir nicht erst gestartet?

Gestern Abend saßen wir noch gemütlich beisammen und haben darüber gesprochen wie es für uns war, ob sich unsere Erwartungen erfüllt haben, was wir uns von dieser Woche mitnehmen, was wir in Zukunft damit machen wollen.

Alle wollen weiter laufen. Die einen auf den Wegen der Umgebung, andere vielleicht sogar in Spanien.

Neue Ideen formieren sich, aber es wäre noch zu früh darüber zu sprechen.

Wir alle haben in erster Linie gelernt, das wir körperlich und auch geistig in der Lage sind, solch eine Pilgerwanderung zu schaffen und das trotz überstandener bzw. mit Krebserkrankung!

Die heutige Etappe führte uns vom Motel entlang des Teltow Kanal Richtung S-Bahnhof Attilastraße wo wir schon von Freunden und Bekannten in Empfang genommen wurden. Sie wollten mit uns die letzte Etappe zusammen gehen.

Jeder von uns durfte Kärtchen mit Wünschen und Gedanken versehen und diese wurden dann Ballons befestigt, damit wir sie später steigen lassen können.

Etwa auf Höhe des Schöneberger Südgeländes war es dann so weit:

Ich hoffe unsere Kärtchen werden von den Richtigen gefunden.

Weiter ging es dann vorbei am Südkreuz zur Königin Luise Gedächtniskirche. Dort feierte Theo mit uns einen kleinen Gottesdienst und erteilte uns den Pilgersegen. Ergreifend.

In diesem Rahmen hatte ich die Ehre und Aufgabe mich im Namen aller bei Rosi und Angela für ihre Arbeit, ihre Organisation und ihre Führung zu bedanken und ich hoffe, sie haben Freude an unserem kleinen Geschenk.

Die letzten 5km führten uns am U-Bahnhof Gleisdreieck mit den dazugehörigen großen Parks vorbei, über den belebten Potsdamer Platz bis hin zum Brandenburger Tor.

GESCHAFFT.

Ein unglaubliches Gefühl, das ich momentan nicht in Worte fassen kann.

Die Freude, der Stolz, Zufriedenheit dringen erst langsam zu mir vor. 

Wie so oft hängt der Kopf hinterher.

Meine Freundin Peggy begleitete mich dann weiter durchs Brandenburger Tor wo unter den Linden schon Nella von Nellas Zellenkarussell auf uns wartete. Darüber werde ich aber gesondert schreiben.

Erst mal bin ich am verdauen und realisieren und vor allem den Körper pflegen.

Ihr dürft also gespannt sein auf weitere Beiträge.

In diesem Sinne 

Buen Camino 



1 Kommentar:

  1. Liebe Anett, ich lese seit fast einem Jahr deinen Blog (seit meiner Brustkrebsdiagnose) und habe mich sehr über deinen Pilgerbericht gefreut. Ich möchte im nächsten Jahr unbedingt mitlaufen und habe mich schon gefragt, ob ich die Strecken auch schaffen werden. Hier haben mir deine Beschreibungen sehr geholfen und ich hoffe, es klappt 2022. LG

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