Mittwoch, 18. Dezember 2019

Vorsicht, Fettnäpfe & Tabus Krebstip Nr. 9




Krebs-Tipp Nr. 9 für alle, die uns helfen wollen, aber nicht wissen wie: VORSICHT, FETTNÄPFE & TABUS !

Ihr glücklichen Gesunden, wir wissen, dass ihr uns nun wirklich nicht verstören wollt! Trotzdem, Hand aufs Herz: Es passiert immer wieder, dass ihr vor lauter kopfloser Sorge um uns ratzfatz im Fettnapf landet. Deshalb hier, als Spickzettel für Krisenmomente, die größten No-Gos:

• „DU-MUSST“-Ratschläge von „Du musst jetzt unbedingt deine Ernährung umstellen“ bis „Du musst jetzt positiv denken“. Sowas bringt nix außer Druck.

• VORWÜRFE aller Art von „Ich hab dir immer gesagt, dass du mit dem Rauchen aufhören sollst!“ bis „Das musste ja so kommen, bei deiner toxischen Beziehung“.

• LEERE VERSPRECHUNGEN von „Klar helf ich dir mit den Kindern“ bis „Ruf einfach an, wenn du was brauchst, ich bin immer für dich da!“

• GEIZ, wenn Ihr a) deutlich oberhalb des Existenzminimums lebt und b) seht oder ahnt, dass ein Krebsneuling finanziell in Schieflage gerät, weil krankheitsbedingt die Ausgaben zu hoch und die Einkünfte zu niedrig sind.

• BETROFFENHEITSGETUSCHEL mit gemeinsamen Bekannten à la „Hast du schon gehört, die Soundso hat Krebs, die Arme!“ Wer sowas tut, ist nicht viel besser als ein Autobahn-Gaffer.

• KONTAKT ABBRECHEN, entweder allmählich (merken wir immer!) oder abrupt. Wer so etwas tut, würde sich wahrscheinlich wahrscheinlich mit „aus Hilflosigkeit“ rausreden. Was bestimmt wahr ist. Aber es ist auch einfach feige. Und für uns auf jeden Fall immer eine schlimme Erfahrung.

Wer von euch sich jetzt fragt, was er/sie dann überhaupt sagen oder tun darf:

Einfach zurück scrollen zu Tipps 1-8.




Aus dem Buch "Kopf hoch, Brust raus!" - was wir im Umgang mit Krebs alles RICHTIG machen können.

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