Sonntag, 24. Juli 2022

Märchenhaft verstörend



„Feenstaub“ eine Empfehlung meiner Bekannten aus Zeiten als unsere Kinder noch in die Krippe gingen.

Katja bei Instagram auch als @katjaliest bekannt, ist ein wahrer Buchverschlinger.

5-10 Bücher im Monat, kein Problem für sie. Für mich als Fatigue Patientin mit wechselnder, teils nicht vorhandener Konzentration schon.

Aber darum soll es heute hier nicht gehen.


„Feenstaub“ klingt märchenhaft vom Titel her, doch dem Leser erschließt sich schnell worum es geht.

Poetisch von Nixen, Walen, Feenstaub und einer Insel, die keiner sieht, schreibt Cornelia Teavnicek eine Geschichte, die einen mit nimmt und verstört, hoffnungsvoll und auch ein bisschen traurig zurück lässt.

Verlorene, ausgerissene oder verkaufte Jungen kämpfen um eine bessere Zukunft, mit Mitteln, die ihnen nur schwer eine bessere Zukunft einbringen und mit Feenstaub.

Marja scheint die Fee zu sein, die Wendung, die Zukunft und doch auch nicht.

Weder Art des Schreibens, noch die Form des Textes sind einem herkömmlichen Roman gleich. Kurze Absätze, manchmal nur ein Satz, dann wieder ein Absatz über 2 Seiten - lassen viel Raum für eigene Gedanken und Phantasie.

Und so fällt wohl auch auf jeden Leser ein bisschen Feenstaub, wenn er sich im Buch verliert und in dessen Nebel abtaucht.



„Feenstaub“ Cornelia Travnicek

Erschienen im Picus Verlag Wien

ISBN 978-3-7117-2090-0


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